Zum Hauptinhalt springen
8. Philharmonisches Konzert
© Louisa Stickelbruck

8. Philharmonisches Konzert

Nichts eint uns im Menschsein so sehr, wie die Sehnsucht nach Spiritualität und die Frage: Gibt es eine höhere Macht? Und so ist es nicht verwunderlich, dass das Suchen nach einer tieferen Dimension des Lebens auch Komponisten umtreibt.

8. Philharmonisches Konzert

Charles Ives

»The unanswered question«

Paul Hindemith

Symphonie »Mathis der Maler«

Anton Bruckner

»Te deum« C-Dur

WAB 45

Maryna Zubko

Sopran

Evelyn Krahe

Alt

Eduardo Aladren

Tenor

Young Kwon

Bass

Chor der

Bergischen Symphoniker

Witolf Werner

Einstudierung

Daniel Huppert

Leitung

Gibt es eine tiefere Dimension? Daniel Huppert und die Bergischen Symphoniker gehen diesem Thema musikalisch auf den Grund. Mit schwebenden Klängen stellt Charles Ives mit „The unanswered question“ die „ewige Frage des Seins“. Paul Hindemith vertiefte sich in seiner Symphonie „Mathis der Maler“ in die Geschichte des Isenheimer Altars und dessen Malers Matthias Grünewald und arbeitete brisante Themen ab: Solidarität für Verfolgte, Fluchthilfe, Zivilcourage, Gewalt, Selbstzweifel. Ein deutscher Künstler als Held, der seine Kunst aufgibt, um sich mit dem Freiheitskampf der Bauern zu solidarisieren – diese Botschaft musste 1933 als politisches Bekenntnis ankommen.

Als eines der bedeutendsten großen Chorwerke seiner Zeit und als eines der wichtigsten Werke der geistlichen Musik überhaupt gilt Anton Bruckners „Te Deum“, nicht zuletzt durch seine außerordentliche spirituelle Tiefe und musikalische Komplexität. Von der Gregorianik bis weit über seine eigene Zeit hinaus reicht der musikalischer Lobgesang, bei dem vier Solist*innen und der Chor der Bergischen Symphoniker mitwirken.


Die ukrainisch-deutsche Sopranistin MARYNA ZUBKO wurde von der Fachzeitschrift Opernwelt zur Nachwuchssängerin des Jahres 2024 gewählt und zählt zu den vielversprechendsten Sängerinnen ihrer Generation. Große Erfolge feierte sie unter anderem als Anna Bolena, Maria Stuarda, Agathe und Desdemona. In der Spielzeit 2025/26 ist sie am Theater Ulm als Elettra (Idomeneo), Mimì (La bohème) und Eva (Die Meistersinger von Nürnberg) zu erleben. Gastengagements führten sie unter anderem an das Staatstheater Darmstadt, das Musiktheater im Revier Gelsenkirchen, das Theater Heidelberg und zu den Opernfestspielen Immling. Als Konzertsängerin tritt sie mit renommierten Orchestern im In- und Ausland auf. Die Uraufführung von Charles Tournemires Le petit pauvre d’Assise mit ihr in der Rolle der Claire d’Assise wurde vom Magazin »Opernwelt« zur Uraufführung des Jahres 2025 gewählt. Maryna Zubko studierte in Kyjiw, Frankfurt am Main und Graz und ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Gesangswettbewerbe.

Die Mezzosopranistin EVELYN KRAHE studierte Diplom-Pädagogik an der Universität Trier und erhielt ihre Gesangsausbildung bei Diane Pilcher. Nach Engagements im Opernchor der Theater Stralsund und Bonn war sie von 2008 bis 2013 Ensemblemitglied des Landestheaters Detmold, wo sie sich mit Partien wie Erda, Waltraute und Azucena sowie als Carmen und Dalila profilierte. Anschließend wechselte sie an das Nationaltheater Mannheim und erweiterte dort ihr Repertoire. Gastengagements führten sie unter anderem an das Staatstheater Braunschweig, die Deutsche Oper am Rhein, die Longborough Festival Opera (Großbritannien) und die Den Nye Opera in Bergen (Norwegen). Als Konzertsängerin ist sie regelmäßig in bedeutenden Sälen wie der Kölner Philharmonie und der Tonhalle Düsseldorf zu erleben. Seit der Spielzeit 2023/24 gehört sie zum Ensemble des Schleswig-Holsteinischen Landestheaters. Evelyn Krahe ist Trägerin des Detmolder Theaterrings.

Der spanische Tenor EDUARDO ALADRÉN, geboren in Zaragoza, gehört seit 2019 dem Solistenensemble der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf und Duisburg an. Dort gestaltet er ein breites Repertoire mit Partien wie Pinkerton, Cavaradossi, Don Carlo, Calaf, Don José, Turiddu, Rodolfo, Alfredo und Ismaele. Gastengagements führten ihn an bedeutende Opernhäuser, darunter das Teatro Real Madrid, die Lettische Nationaloper Riga, die Finnische Nationaloper Helsinki, die Oper Graz, die Norwegische Nationaloper Oslo sowie das Festival Pucciniano in Torre del Lago. In der Saison 2025/26 debütierte er als Parsifal an der Deutschen Oper am Rhein und ist unter anderem erneut als Calaf in »Turandot« und Luigi in »Il tabarro« zu erleben. Sein Studium absolvierte er am Konservatorium seiner Heimatstadt Zaragoza, an der Escuela Superior de Canto in Madrid sowie an der Indiana University in Bloomington (USA). Neben seiner Operntätigkeit ist Aladrén regelmäßig als Konzertsänger international gefragt.

Der Bass YOUNG KWON ist seit der Spielzeit 2022/23 festes Ensemblemitglied des Mecklenburgischen Staatstheaters. Der in Seoul geborene Sänger studierte Gesang in seiner Heimatstadt und setzte seine Ausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt fort, ergänzt durch Meisterkurse bei Theo Adam und Christoph Prégardien sowie ein Studium an der Accademia Chigiana bei Renato Bruson. Erste Engagements führten ihn früh an das Staatstheater Wiesbaden. Es folgten feste Engagements an der Staatsoper Hannover (2006–2012), dem Theater Augsburg sowie der Oper Bern (2017–2021), wo er ein breites Bass-Repertoire von Sarastro, Colline und Ferrando bis zu Verdi- und Belcanto-Partien gestaltete. Gastspiele führten ihn zudem an zahlreiche deutsche Bühnen und Festivals. Young Kwon ist für ein vielseitiges Repertoire im Opern- und Konzertbereich bekannt.

WITOLF WERNER ist seit 2020 freischaffender Dirigent mit Engagements u. a. in Köln, Düsseldorf, Frankfurt und Wien. Seit 2021 leitet er den Chor der Bergischen Symphoniker und übernahm 2025 einen Lehrauftrag an der Universität Münster mit Leitung des Studentenorchesters. Zuvor war er von 2014 bis 2019 Ensemblemitglied, Kapellmeister und Leiter des Bühnenorchesters der Wiener Staatsoper, wo er eng mit Dirigenten wie Christian Thielemann, Sir Simon Rattle und Kirill Petrenko sowie mit internationalen Solist zusammenarbeitete. Von 2017 bis 2019 war er Chefdirigent des Akademischen Symphonie-Orchesters der Wirtschaftsuniversität Wien. Frühere Stationen führten ihn als Solorepetitor und Kapellmeister an die Theater Dortmund, Osnabrück und Bielefeld. Er arbeitete zudem mit Orchestern wie dem Mahler Chamber Orchestra und der Deutschen Oper am Rhein. Werner wurde 2011 von der Welt am Sonntag als »Dirigent des Jahres« ausgezeichnet und studierte Dirigieren an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Michael Luig.

DANIEL HUPPERT vereint als ausdrucksstarker Dirigent und vielseitige Künstlerpersönlichkeit eine Fülle musikalischer Fähigkeiten. Seit 2019 ist er Generalmusikdirektor der Bergischen Symphoniker.


Zur Biographie von Daniel Huppert

Vorschau

Mai 27

Viertes Meisterkonzert

19:30

Teo Otto Theater Remscheid

Viertes Meisterkonzert
© N.N.

Jun 27